Meuselwitz. Genau acht Wochen musste der ZFC Meuselwitz in der Regionalliga Nordost auf den nächsten Sieg warten. Am 13. September hatten die Zipsendorfer Hertha Zehlendorf mit 2:1 bezwungen. Und am Samstag gelang dem Team von Chefcoach Georg-Martin Leopold im Leipziger Alfred-Kunze-Sportpark endlich der nächste ersehnte Dreier. Vor 4999 Zuschauerinnen und Zuschauern wurde Gastgeber Chemie mit 2:0 bezwungen.

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„Hier zu gewinnen ist etwas Besonderes“, freute sich ZFC-Stürmer Andy Trübenbach. „Chemie hat geile Fans. Das ist eine Riesenstimmung. Es macht immer Spaß, hier zu spielen.“ Und noch mehr Spaß machte es Trübenbach, weil er mit seinen beiden Toren in der ersten Halbzeit die Partie für Meuselwitz entscheiden konnte.

Die Regionalliga im Livestream bei LVZ und SZ:

Diese Spiele zeigen wir als nächstes:

21. November, 19 Uhr: 1. FC Lok Leipzig – Greifswalder FC
25. November, 19 Uhr: Hertha Zehlendorf – Chemie Leipzig (Nachholspiel)
26. November, 19 Uhr: 1. FC Magdeburg II – 1. FC Lok Leipzig

Hier geht’s zum Livestream!Schon zur Pause alles klar

Zunächst hatte BSG-Abwehrchef Phillipp Wendt im Strafraum Elias Ndukwe Oke bei einer unnötigen Aktion umgestoßen. Den fälligen Elfmeter versenkte Trübenbach in der 23. Minute sicher im rechten Eck des Chemie-Gehäuses. BSG-Keeper Florian Hermann Horenburg war dabei chancenlos. Die Vorarbeit zum zweiten Treffer des ZFC-Stürmers kam von Florian Hansch. Trübenbach konnte den Ball dann im langen Eck des Leipziger Tores unterbringen (35.).

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„Wir haben immer viel investiert in den letzten Spielen, haben aber wenig Ertrag rausgeholt“, sagte der 34-jährige ZFC-Doppeltorschütze nach dem Abpfiff. „Ich finde, wir haben es heute als Mannschaft einfach top gemacht. In der ersten Halbzeit haben wir nicht nur gut gekämpft, sondern auch den Ball gut laufen lassen. Wir haben verdient gewonnen.“

Cemal Kaymaz fällt beim ZFC kurzfristig aus

Meuselwitz spielte bei den Leutzschern in der Abwehr mit einer Fünferkette – mit einer Besetzung in der Innenverteidigung, wie es sie bisher noch gar nicht gegeben hat. Leon Schmökel und Hendrik Wurr kamen bislang eher als Sechser zum Einsatz. Das lag möglicherweise am kurzfristigen Ausfall von Cemal Kaymaz. Doch diese Notlösung funktionierte hervorragend.

Wir haben hier im Abstiegskampf mit Leidenschaft eine Duftmarke gesetzt.

ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold

ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold: „Kaymaz hat muskuläre Probleme und wir wollen kein Risiko eingehen. Ich bin extrem erleichtert, nach so langer Zeit wieder mal einen Sieg eingefahren zu haben. Wir habe die Taktik mit Ballbesitz sehr gut umgesetzt. Es war eine der besten Auswärtsleistungen unter meiner Regie. Wir haben hier im Abstiegskampf mit Leidenschaft eine Duftmarke gesetzt. Das gibt uns und mir viel Mut, weil die Mannschaft an sich glaubt. Es macht uns stolz, dass wir auch kurzfristige Ausfälle kompensieren können. Und natürlich freue ich mich für Trübe.“

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Ex-Chemiker Oke zeigt eine starke Leistung

Bisher war Meuselwitz einer der Lieblingsgegner der Leutzscher. Von den letzten zehn Spielen konnten die Grün-Weißen sieben gewinnen. Doch das ist nun Geschichte. Diesmal zeigte der ZFC eine gute Raumaufteilung und verteidigte aufmerksam – auch gegen BSG-Torjäger Stanley Ratifo, der seinen sechs Saisontreffern keinen hinzufügen konnte und Chemie im nächsten Spiel fehlen wird. Der Mittelstürmer kassierte gegen Meuselwitz seine fünfte Gelbe Karte.

Ex-Chemiker Elias Ndukwe Oke, der im Sommer von den Leutzschern zum ZFC gewechselt war, war nach den 90 Spielminuten an seiner ehemaligen Wirkungsstätte auch zufrieden. „Gegen einen direkten Konkurrenten ist es immer wichtig, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen“, sagte der junge Mittelfeldspieler, der erst zehn Tage zuvor seinen 21. Geburtstag gefeiert hatte. „Ein Sieg gegen den Ex-Verein ist dann noch umso schöner. Wir haben eine superstarke erste Hälfte gespielt und die Partie in der zweiten gut über die Zeit gebracht.“

Meuselwitz: Sedlak – Oke, Schmökel, Wurr, Nitschke, Pfeil – Stiller (90.+4 Teßmer), Eckardt – Hansch, Trübenbach, Pauling (76. Halasz).

LVZ